Esportsarena

E-Sports vom Feinsten
 


Vom 13. - 17. Mai 2008 veranstalteten der Elektronik-Discounter Saturn und die Marketing-Agentur GAMES08 ein Pro Evolution Soccer (PES)-Event. Sowohl bei den Spielern, als auch bei den Besuchern (und erst recht bei den Sponsoren) fand die Veranstaltung großen Anklang.

Im Rahmenprogramm standen u. A. Präsentationen von nahmhaften Herstellern wie Nintendo, Sony, Microsoft, Ubisoft und EA, die ihre Produkte den Besuchern zum kostenlosen Test (natürlich vorort) zur Verfügung stellten. Wii-Fit, Rockband und “Mein Wortschatz-Coach” waren nur einige der zahlreichen Produktpräsentationen. Hinter den verriegelten und gut bewachten Türen der Ü18-bereiche liefen hingegen Action-Knaller wie GTA4, Assassins Creed und Viking. Auf modernsten Alienware-PCs konnten Vorabversionen von Sacred 2 bestaunt werden und auf einer großen Showbühne performten Hip-Hopper (wem’s gefällt…), Tänzer und Moderatoren, die zur regen Teilnahme an diversen Gewinnspielen aufriefen.

Gewinnen konnten die Besucher aber nicht nur durch Glück, sondern auch durch Geschick. In besonderen “Wildcard”-Turnieren konnten Besucher Selbiges in diversen Spielen gegen professionelle Spieler unter Beweis stellen. Diese gaben anschließend hilfreiche Tipps und Autogramme. Knapp 100 Teilnehmer umfasste alleine das PES-Turnier. Hinzu kamen tägliche Spiele des großen Konkurrenten FIFA 08 in der offiziellen eSport-Bundesliga. Diese wurden live von eSport-Reporter Alex Jakob moderiert und kommentiert.

Insgesamt war das Event so erfolgreich, dass Veranstalter Saturn in seiner Dankesrede an die Sponsoren bereits ankündigte, die Veranstaltung im nächsten Jahr zu wiederholen und, somit als feste Institution in der eSport-Szene etablieren.

Dies zeigt wieder einmal die wachsende wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des eSport. Die großen Unternehmer begreifen langsam das finanzielle Potantial dieser Szene, was für deren Wachstum vorerst nur hilfreich sein kann. Es ist meiner Meinung nach allerdings abzuwarten, ob es für den eSport noch gesund ist, wenn bald jeder Großkonzern sein eigenes Event “fest in der Szene” integrieren will. Denn selbstverständlich sind die kulturelle Bedeutung und die Akzeptanz des eSport (bzw. der Gaming-Szene im Allgemeinen) bestenfalls zweitrangig.


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Günther BEckstein vs Killerspiele

Ja, er ist schon etwas ganz Besonderes, der gute Günni. So wortgewandt, gebildet, immer fest zu seiner meinung und seinen Werten stehend kämpft er doch mutig und tapfer weiter gegen die unaufhörlich rotierenden Windmühlen virtueller Gewalt, verrohung, Schmutz, Schund und Verderbnis der armen, unmündigen, so unschuldig dem Computerwahn verfallenen Jugend…

Doch was ist das?

Hat da nicht gerade ein gewisser Günther Beckstein… Nein, das kann nicht mein Freund Günni gewesen sein! Wer sich da auf’s widerwärtigste angebidert hat auf dem “Munich Gaming” Kongress, das muss ein Doppelgänger gewesen sein. Ein hinterhältiger Betrüger, der sich als unser aller Idol aus dem Frankenlande ausgibt, und dann schlicht gegen alles spricht, was sich der gute Günni in den letzten Jahren an Hasstiraden gegen Spieler erlaubt hat?

“Liebe Gaming-Freunde”, begann er seine Rede! “Sehr geehrter Herr Peter Molyneux“, zitierte er seinen Notizzettel! Kann das wirklich der Mann gewesen sein, der noch vor Kurzem gewettert hat, man müsse “Killerspieler” jagen und bestrafen wie pädophile Pornografen? Kann das wirklich der Mann gewesen sein, der ein umfassendes Herstellungsverbot sämtlicher gewalthaltiger Computerspiele forderte?

Nun, sollte es sich entgegen aller Mutmaßungen TATSÄCHLICH um meinen lieben, guten “Gaming-Freund” Günni beckstein gehandelt haben (Gästeliste der Munich Games, Bildmaterial, Gamestar-Bericht und Foren-Diskussionen sprechen immerhin dafür) gibt es wohl nur eine logische Erklärung: Er muss unser erfolgreiches Schwesterblog gelesen haben!

Vielleicht hat ihn meine kleine Artikelreihe über die steigende Finanzkraft von Computerspielen, die mittlerweile immerhin mehr Geld umsetzen als die Musik- oder Filmindustrie, letztendlich doch überzeugt, dass es vielleicht nicht ganz so schlau wäre, auf diesen lukrativen Markt aufgrund eines persönlichen “Ahab-Komplexes” zu verzichten. Da Politiker ja ohnehin die wahren meister im Ar***kriechen, “Fähnchen-nach-dem-Wind-Ausrichten” und opportunistischem “Meinungs-Slalom” (WOW-Spielen gemeinhin auch als “mentaler Stance-Dance” bekannt) sind, dürfte es ihm also auch nicht allzuviel Mühe bereitet haben, einmal seinen Neffen anzurufen, damit der ihm erklärt, wie man den Computer anschaltet und anschließend im “Zwischennetz” nach Verkaufszahlen für den deutschen Erfolgstitel Crysis zu forschen.

Nur zur Erinnerung: In einem Interview des Spiegels mit den Yerli-Brüdern (Die Gründer von Crytek, dem Entwickler von Far Cry und Crysis) war zum Thema Weitsicht bayerischer Politiker im Hinblick auf die Finanzkraft des neuen Spielemarktes folgendes zu lesen:

SPIEGEL ONLINE: Haben sie sich um staatliche Fördermittel bemüht?

Avni Yerli: Klar. Der bayerische Staat subventioniert neue Technologien mit der “Software-Offensive Bayern”. Wir haben uns um 500.000 Euro beworben, die Gespräche liefen gut. Aber nach einem Jahr kam die Absage der Bayerischen Staatskanzlei. Die haben uns am Telefon erzählt, wir seien bekannt als Hersteller des gewaltverherrlichenden Ballerspieles “Far Cry”. Damit könne sich Bayern nicht identifizieren, eine Förderung wäre daher ausgeschlossen. Das war’s dann.

Tja Günni, das war’s dann. Ich glaube, mehr kann man dazu wirklich nicht mehr sagen. Zum Glück sind wir Spieler aber intelligent genug, um zu erkennen, dass es sich bei dem widerlichen Geschleime vom Munich Gaming - Kongress KEINESFALLS um unseren seriösen, standfesten, immer ehrlichen Freund Günni Beckstein gehandelt haben kann.

Oder um seine Logik in diesem Fall anzuwenden: Wer Günther Beckstein glaubt, bringt auch kleine Katzen um und überfährt Schulkinder!


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Blizzcon 2008 in Anaheim

Autor: Kaimar
abgelegt in: Aktuelles

Auch 2008 wird uns Blizzard wieder mit der beliebten BlizzCon im kalifornischen Anaheim beglücken. Man scheute keine Kosten und Mühen, um den Fans eines der welteweit einflussreichsten Entwicklers wieder einmal die Mögliichkeit zum direkten Kontakt zu bieten.

Im herbst dieses Jahres - genauer: am 10. und 11. Oktober - lädt Blizzard wieder in das Anaheim Convention Center ein, wo man dieses mal aufgrund des immensen Andangs der letzten jahre glatt drei statt nur zwei Hallen für die Veranstaltung gebucht hat. Neben etlichen hochgradig spannenden eSport-Events wird es natürlich auch wieder viele interessante Panels zu Blizzards aktuellen und geplanten Titeln geben. Besonders Fans des weltweit erfolgreichsten MMORPGs “World of Warcraft” dürfte das Festival interessieren, wurde doch auf der letztjährigen BlizzCon erstmals das kommende WoW-AddOn “Wrath of the lich king” angekündigt.

Man darf durchaus gespannt sein, wie sich die heiß ersehnte Erweiterung im letzten Jahr entwickelt hat. Zudemdarf man natürlich besonders gespannt sein,was es mit dem - letztes jahr nur kurz erwähnten - WOW-Film auf sich hat bzw. wie es um dessen Entwicklung steht.

 

Aber auch Freunde des klassischen RTS “Starcraft 2” sollten sich den Termin vormerken.

Denn natürlich ist auch wieder mit massig Infos zum ebenfalls stark gehypten und von vielen sehnsüchtig Erwarteten neuen Titel Blizzards zu rechnen.

Neben einer spannenden Kampagne, die die Story um die drei Völker Terraner, Protoss und Zerg weiterführt erwarten den Spieler im Nachfolger des Erfolgsspieles “Starcraft” natürlich massenhaft neue Einheiten, Gebäude, eine neue Grafik, neue Multiplayer-Modi u.v.m.


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2008 öffnet mit der „International eSports Conference” zum fünften Mal die weltweit wichtigste eSport-Konferenz ihre Pforten. Diese von Mega-Konzern Electronic Arts veranstaltete Messe gliedert sich erfahrungsgemäß in die Bestandteile Konferenz, Ausstellung und Networking.

In Vorträgen, Diskussions-Panels und verschiedenen Workshops werden die wichtigsten Themen des internationalen eSport ausführlich dargestellt und zukünftige Innovationen diskutiert. Ziel der Konferenz ist, den eSport im Allgemeinen als Sportdisziplin begreifbarer zu machen und durch die Präsentation aktueller Entwicklungen die damit verbundene Wirtschaft anzukurbeln.

Zudem sollen die Besucher Einblicke in die neuesten Innovationen und Entwicklungen aus der eSports-Branche erfahren. Insbesondere steht dabei der Dialog zwischen den Teilnehmern der verschiedenen Länder im Vordergrund.

Mit führenden Experten aus Industrie, Medien, Sport, Community und Politik werden auf der eSports Conference dieses Jahr in Köln mehr als 250 Teilnehmer und 30 Referenten aus dem In- und Ausland versammelt.

WichtigeDiskussionsthemen könnten etwa der „Fall Coldgame“ sein, in dem im letzten Jahr erstmalig ein ganzer Clan wegen vermeintlichen Cheatens von der weltweit wichtigsten Liga, der ESL, ausgeschlossen wurde und es im Zuge dessen zum ersten Gerichtsverfahren in der Geschichte des eSport kam.

Auch die Tatsache, dass eSport dieses Jahr erstmalig im Zuge der olympischen Spiele in Peking eine Rolle spielen wird, dürfte für angeregte Diskussionen und weitere positive PR sorgen.

Wissenschaftliche Entwicklungen, wie das seit einiger Zeit erhältliche Gamer-Doping wird sowohl das Interesse der Spieler als auch das der Wirtschaftsvertreter wecken.

Dass auch Vertreter der Politik anwesend sein werden, lässt zudem auf eine positive Entwicklungen der sog. „Killerspiel“-Debatte hoffen.


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ESport goes Olympic!

Autor: Kaimar
abgelegt in: Aktuelles

eSport-Veranstalter verhandelt mit Olympia-Organisator um eSport im olympischen Rahmenprogramm

Wie die News-Website www.pressetext.de berichtet, wurde jüngst ein Abkommen zwischen Dem US-amerikanischen eSport-Veranstalter Global Gaming und dem chinesischen Olympia-Organisationskomitee unterzeichnet, welches die Ausrichtung eines eSport-Turniers im Rahmen der olympischen Spiele vorsieht. Die sogenannten “The Digital Games” werden in den ersten vier Tagen der olympischen Spiele in Shanghai ausgetragen.

Zwar sind Computer- und Videospiele (noch) nicht als offizielle olympische Disziplinen anerkannt, nichtsdestotrotz dürfte diese Aktion dem eSport ungemein helfen, bekannter und allgemein noch besser akzeptiert zu werden.

GGL-CEO Ted Owen dazu: “Die ‘Digital Games’ stellen die ultimative Weiterentwicklung von Computerspielen und der damit verbundenen Kultur auf globaler Ebene dar. Der E-Sport-Bereich hat es geschafft, sich mit der größten Mainstream-Marke der ganzen Welt zu verbinden. Auch wenn die “Digital Games” kein offizieller olympischer Wettbewerb sind, ist die in Verbindung mit den Olympischen Spielen erzielte Publicity unbezahlbar. […] Dieser Event wird von den Medien ausgiebig behandelt werden. Ich glaube sogar daran, dass der E-Sport-Bewerb insgesamt mehr Zuseher anziehen könne als die offiziellen Spiele selbst.”

Realistisch betrachtet scheint hingegen Owens Vision von ausverkauften Fußballstadien als eSport-Austragungsort derzeit sehr utopisch.

Organisatorisch sei laut der Veranstalter jetzt nur noch zu klären, wie man die Qualifikation vornehmen will. Denkbar ist etwa eine eigene Liga, an deren Ende das begehrte olympische Match steht.

Viele sprechen jedenfalls schopn jetzt von einem “historischen Durchbruch für den eSport”. Auch wundert es nicht, dass - gemessen an der weltweit stark variierenden Akzeptanz des eSport als Sportart - ausgerechnet China diesen Schritt gegangen ist. Zählt es doch mit über 50 Mio. aktiven professionellen Spielern zu einer der größten eSpor-Nationen der Welt.


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Im Intel® Extreme Masters Finale steht sich auf der diesjährigen CeBit in Hannover die weltweite eSport-Elite gegenüber.

Wagen wir wie so oft zunächst einen kleinen Blick in die Vergangenheit. Doch keine Angst, diesmal entführe Ich euch nicht an die elementaren, historischen Anfänge des elektronischen Sports, sondern lediglich ein Jahr zurück, zum Finale der letzten Intel Extreme Masters. Damals wurde noch um ‘niedliche’ 160.000 Dollar gespielt - aber seht selbst:

Zu gewinnen gibt es neben dem Titel eine stolze Summe von insgesamt 285.000 Dollar - Das ist die bisher größte Summe, die je bei einem eSport-Event vergeben wurde. Aufgeteilt natürlich auf die verschiedenen Ränge verschiedener Disziplinen wie Warcraft 3, Starcraft und Counter-Strike.

Auch an nationaler eSport-Prominenz mangelt es den entscheidenden Spielen nicht. Aus Deutschland treten unter Anderem mousesports, Alternate.aTTaX und Dennis “HasuObs” Schneider an.

Übertragen wird das sportliche Großereignis lückenlos vom (kostenpflichtigen) ESL-eigenen Spartensender ESL-TV. Es ist allerdings davon auszugehen, dass auch die Kollegen von GIGA.DE dieses event nicht unerwähnt lassen.

Wie der Name der Liga bereits verrät, werden gerade von Seiten der beteiligten Unternehmen natürlich weniger sportliche als viel mehr finanzielle Interessen verfolgt. Während “traditionelle” Sportausrüster gerade dabei sind, ansatzweise zu begreifen, welchesPotential sich da in dieser bis vor wenigen Jahren eher belächelten “Randgruppenszene” entwickelt, fahren große Elektronik-Unternehmenwie AMD und Intel schon schwere Geschütze auf. So ist es sicher auch kein Zufall, dass die wichtigen Endspiele trotz verschwindend geringer Hardware-Anforderungen auf modernsten “Fujitsu-Siemens-Systemen” mit High Speed “Intel Core 2 Extreme”-Prozessoren gespielt werden. Von Diamond Razorback-Mäusen, Logitech G15-Tastaturen etc. ganz zu schweigen.

Die Intel® Extreme Masters sind eine relativ neue Oberliga der Electronic Sports League, die allerdings mit der ESL Pro Series, dem ESL European Nations Championship und der ESL WC3L Series bereits einige der weltweit wichtigsteneSport-Ligen ausgerichtet haben und in der Szene trotz mancher Kritik an diversen Anti-Cheat-Bestimmungen ein extrem hohes Ansehen genießen.

Die 780.000 registrierten Mitglieder, die in 350.000 Teams organisiert 165.000 Matches pro Monat vor jeweils 750-1000 Zuschauern um bisher insgesamt 2.200.000 Dollar spielten und spielen (Quelle: http://www.barebonecenter.de) sprechen für sich.

Das sind Zahlen, die wohl selbst einen Günther Beckstein, einen Redakteur der Öffentlich-Rechtlichen oder gar einen Jack Thompson verstummen ließen, wenn Diese in ihrer Ignoranz und Profillierungssucht noch irgendwelchen logischen Argumenten zugänglich wären.


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Entscheidung im Fall „Coldgame“

Autor: Kaimar
abgelegt in: Allgemein

Wie die deutsche eSportsseite readmore.de berichtet, wurde im gestrigen Verfahren des deutschen eSportclans „Coldgame“ gegen ESL-Betreiber „Turtle Entertainment“ eine vorerst rechtsgültige Entscheidung getroffen. Eine der Parteien fühlt sich dabei sichtlich ungerecht behandelt.

Bereits im Dezember letzten Jahres wurde der Spieler Xektor aus dem Counter-Strike-Clan „Coldgame“wegen böswilligen Einsatzes von Fremdsoftware (Sog. Cheats – genauer ein „Aimbot“ und ein „Wallhack“) mitsamt seinem Clan aus der größten europäischen Liga, der ESL (Electronic Sports League) ausgeschlossen. (Wir berichteten)

Doch anstatt dieses Urteil ohne Weiteres hinzunehmen, legte Coldgame Widerspruch ein, besorgte sich einen Anwalt und strebte zunächst eine außergerichtliche Lösung an, was jedoch wegen mangelnden Interesses Seitens des Ligabetreibers scheiterte. Man zog also vor das Landesgericht in Köln, wo die Verhandlung aufgrund des 300-seitigen Beweispapieres, welches Turtle Entertainment vorlegte, bereits nach zwei Minuten vertagt wurde. (Wir berichteten wieder)

Nachdem ein zweiter Versuch, eine außergerichtliche Einigung zu erziehlen wieder von Turtle Entertainment abgewiesen wurde, fand gestern am 22.01.2008 nun die Verhandlung statt. In deren Verlauf gab Richterin Kempermann bekannt, dass „der Antrag von Coldgame auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zur Aufhebung der Sperre für XektoR nach Informationen der ESL abgewiesen wurde“. [quelle]

Ein drittes mal versuchte der Clan Coldgame anschließend , sich mit Turtle Entertainment zusammenzusetzen und den Fall von einem unabhängigen Gremium von Experten und Top-Spielern (den sog. G7) entscheiden zu lassen. Turtle Entertainment ging verständlicherweise nicht darauf ein, denn schließlich waren es Coldgame, die die Sache vor Gericht brachten und dabei verloren. Generell zeigten Sie sich allerdings an der Bildung eines solchen Gremiums interessiert, um derartige Gerichtsverfahren zukünftig zu vermeiden.

Es ist fraglich, ob Coldgame, wie angekündigt, eine Hauptverhandlung vor Gericht anstreben wird, da dies bei geringen Erfolgschancen einen weiteren finanziellen Aufwand zur Folge hätte. Selbst, wenn sie Diese gewännen und man die ESL-Sperre aufheben würde, wäre es zu dem Zeitpunkt bereits zu spät, an den begehrten Ligaspielen teilzunehmen.

Da man sich auf Seiten des Clans immernoch keiner Schuld bewusst zu sein scheint, sehen sich Mitglieder und Fans nun Willkür der ESL ausgesetzt. Da liegt es in der Natur der Sache, dass bereits heftig protestiert und eine erneute Sichtung des umstrittenen Materials gefordert wird. Man darf gespannt sein, ob sich der Clan rehabilitieren kann, wie hoch der Imageschaden der ESL ist und wie lange es dauert, bis unabhängige, einwandfreie Anti-Cheat-Gutachten zum Standard werden.

Vielleicht wäre all das nicht passiert, wenn Xektor auf konventionelles Doping, anstatt auf simple Cheats zurückgegriffen hätte ;)


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Im Streit Coldgame vs. Turtle Entertainment zeigte man sich auf Seiten des Clans nun doch gesprächsbereit.

Nachdem die Cheater-Vorwürfe gegen den Counter-Strike-Spieler XektoR für den Clan Coldgame den Rausschmiss aus der ESL bedeuteten, dieser sich aber keiner Schuld bewusst war, zog man am 10.01.2008 vor Gericht in Köln. Die Verhandlung wurde auf den 22.01.2008 vertagt, weil Turtle Entertainment ein 300-seitiges Manuskript mit angeblichen Gegenbeweisen vorlegte.

Vielleicht war es gerade diese bewusste Demonstration von Turtle Entertainment, mit allem, was die hauseigenen Anwälte bieten konnten, gegen den Clan anzugehen, die Selbigen zu diesen Schritten veranlasste.

Coldgame will die Klage fallen zu lassen, wenn man sich mit dem ESB (eSport-Bund) zusammensetzen und den Fall durch ein unabhängiges Gremium (G7) untersuchen lassen könne.

Der ESB, selbst derzeit in einem strukturellen Wandel begriffen, stimmte der Gründung eines derartigen unabhängigen Gremiums zu. In diesem Schiedsgericht säßen wechselnd verschiedene Spieler, Experten sowie Vertreter von Turtle Entertainment, der ESL und dem ESB.

Lediglich die (von Turtle Entertainment ausgerichtete) ESL hat sich zu den Vorschlägen bisher nicht geäußert.

Turtle Entertainment selbst hat bereits reges Interesse an einem derartigen Vorhaben bekundet, ob der Fall „XektoR“ noch auf diese Art und Weise geklärt werden kann, ist jedoch ungewiss, zumal das gerichtliche Verfahren bereits eingeleitet wurde.

Da sich die ESL bisher nicht zu den Verhandlungsangeboten geäußert hat, wird allgemein auf die Gerichtsverhandlung am 22.01.2008 gewartet.

Es wurde bereits von beiden Seiten angekündigt, dass man, wenn man diese Verhandlung verlieren würde, eine Hauptverhandlung einleiten würde.

Spieler, Fans, der Clan und die Verantwortlichen warten gespannt auf diese Verhandlung.


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Leistungssteigerung ist im Profisport schon lange bekannt: Ob beim Radfahren, Marathon, Schwimmen oder Leichtathletik. mit “FPS-Brain” wurde nun erstmals ein medikamentöses Doping für die Reaktionsfähigkeit von eSportlern vorgestellt.Esport

Wie so Vieles im bereich des eSport kommt auch diese Innovaion aus Korea. Dort sind leistungssteigernde Mittel zur Förderung der Konzentration bereits seit einiger Zeit Gang und Gäbe. So auch FPS-Brain, welches in jahrelanger Arbeit von Neurologen, Ernährungswissenschaftlern und eSportlern entwickelt wurde. Mit dem Slogan “Schneller als du denken kannst” werden die kleinen Kapseln im Internet beworben. Angeblich sollen die neuronalen Beschleuniger in den Wunderkapseln bereits 60 Minuten nach der Einnahme die Datenübermittlung im Gehirn und somit die Reaktionsfähigkeit drastisch erhöhen ohne dabei Müdigkeit oder zittrige Hände zu verursachen - anders als Energy drinks oder Kaffee.

Dabei wird die “Wunderpille” laut FAQ ausschließlich aus in Deutschland zugelassenen Inhaltsstoffen in zertifizierten Verfahren hergestellt. Zitat: “Alle unsere Mitarbeiter nutzen FpsBrain mindestens viermal pro Woche, um die mentale Leistungsfähigkeit und ihre Arbeitseffizienz zu steigern.” [Quelle] Eine höchst interessante Form von “Corporate Identity”.

FpsBrain wird in Dosen mit je 60 Kapseln verschickt, bei einer empfohlenen Verzehrmenge von 2 Kapseln pro Tag. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 22,90 Euro, der Hersteller bietet dabei eine 110%-Geld-Zurück-garantie. FpsBrainTM ist derzeit nur per Bestellung unter www.fpsbrain.de verfügbar.Esport Event

Kritische Stimmen zum Produkt sucht man derzeit vergebens, was für die deutsche Zweiflerkultur relativ ungewöhnlich ist. Vielleicht ein weiterer Schritt des eSport in die so oft gewünschte Richtung einer “normalen Sportart” - Ohne Doping geht eben nichts im heutigen Profisport.


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Es ist eine Premiere im deutschen eSport:

Erstmals führte der Ausschluss eines Clans aus der größten europäischen eSport-Liga ESL zu einer Gerichtsverhandlung. Grund des Rauswurfs ist das (vermeintliche da noch nicht einwandfrei bewiesene) Cheaten eines Spielers in einem wichtgen Liga-Spiel.

Bereits am 02.12.2007 wurde der Spieler Thomas “XektoR” Koletzek vom Clan “Coldgame” nach einer Partie Counter-Strike gegen die Konkurrenz von “Dangerous Regeneration” von “Turtle Entertainment”, dem Organisator der ESL wegen ‘Benutzung unzulässiger Hilfsmittel’ von sämtlichen Liga-Spielen ausgeschlossen und zu einer zweijährigen Sperre verurteilt. “Coldgame” wurden zudem alle in der EAS (Den Qualifikations- und Auscheidungsturnieren für die EPS - die höchsten ESL-Turniere) erworbenen Punkte abgezogen. Da sich der Clan offensichtlich keiner Schuld bewusst ist, wurde zunächst ein außergerichtliches Schlichtungsgespräch vereinbart, welches aber zu keinem Ergebnis führte.

Somit wurde schließlich im Eilverfahren eine einstweilige Verfügung gegen die Sperre beantragt, über die am vergangegen Donnerstag (10.01.2008) im Kölner Amtsgericht verhandelt werden sollte. Die Verhandlung selbst dauerte allerdings lediglich zwei Minuten und wurde anschließend auf den 22.01.2008 vertagt, da “Turtle Entertainment” eine 300-seitige Gegendarstellung vorlegte, die die Richterin “so nicht überfliegen könne” [1]. Somit warten Spieler, Fans und die Verantwortlichen der Liga nun die Vertagung ab, der nach Aussage beider Parteien im Falle einer Niederlage eine Hauptverhandlung folgen soll.

Trotz des erhöhten finanziellen Aufwandes freuen sich aber beide Parteien auf die Verhandlung.
“Coldgame” erhofft sich (laut Interview) eine Pionierleistung, um der vermeintlichen Willkür und mangelnden Transparenz bei der Verhängung von Strafen seitens “Turtle Entertainment” entgegenzuwirken. Aber auch David “Affentod” Hiltscher, dem Content & Online PR-Manager der ESL, zeigt sich in einem Interview siegessicher und absolut von der Rechtsgültigkeit der Vorwürfe überzeugt (wenn auch auf eine eindeutig manipulative, wenn nicht beleidigende Art und Weise).

Außenstehende können sich von den Vorwürfen, es sein ein sogenannter “Aimbot” (ein Zusatzprogramm, welches das Zielen und Schießen für den Spieler übernimmt) genutzt worden, anhand des folgenden Videos selbst ein Bild machen:

[1] [Quelle: www.readmore.de]


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