Eines vorweg: Ich muss zugeben, dass ich dieses schöne Blog in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt habe. Ihr könnt sicher sein, dass damit Schluss ist. Diese Beitragswüste wird sich schon bald wieder in ein blühendes Gebilde hochgradig spannender und informativer Themen (neben der Allgemeinen und unumgänglichen Lästerei über Politiker mit Spiele-Aversion) verwandelt haben; packen wir’s an!
Es ist wieder einmal so weit: DAS alljährliche eSport-Großereignis, die World Cyber Games (WCG), werden vom 3. bis zum 6. März ihren diesjährigen Saisonauftakt auf der CeBIT 2010 feiern. Für alle, die das große Glück haben, persönlich anwesend zu sein: die vier Qualifikationsturniere werden in Halle 22, Stand A02 stattfinden.
Beim vorletzten diesjährigen Intel Friday Night Game im Congress Center in Hamburg kämpfen die ESL-Player in den Disziplinen Counter-Strike: Source, Warcraft 3 und Counter-Strike 1.6 um nichts Geringeres als den Einzug in die Finals.
So treten die Hamburger „mTw Mindfactory“, die derzeit auf dem dritten Tabellenplatz bei CSS liegen, auf den derzeitigen Tabellenfünften „KC-Gaming“ aus Langenhagen und hoffen durch einen weiteren Sieg die nächste Runde sichern zu können.
Warcraft 3
Bei Warcraft 3 steht in Hamburg ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm, denn hier tritt der zweifache Deutsche Meister Dennis „HasuObs“ Schneider gegen den amtierenden Deutschen Meister Daniel „ixi“ Spenst an. Für beide Spieler wäre ein Sieg immens wichtig, um so noch den Einzug ins Finale sichern zu können, nachdem sich an den vergangenen Spieltagen bereits vier Spieler vor die beiden Meister schieben konnten.
Doch auch bei Counter-Strike 1.6 wird es sicherlich hochhergehen, wenn der derzeitige Tabellendritte „n!faculty“ auf den Vierten „mystical Lambda“ trifft. Das Duell zwischen den beiden Teams dürfte das Highlight des Abends werden und die Zuschauer vor Ort wie im Netz per online-stream in Atem halten.
Doch auch wenn weiterlesen »
Als die eSports-Awards 2009 im August verliehen wurden, richteten sich wieder die Augen aller eSports-Interessierten auf Deutschland, um zu erfahren, wer in diesem Jahr die wichtigste eSports- Auszeichnungen weltweit gewinnen würde. In 13 Kategorien wurden die besten Spieler, Journalisten und Entwickler ausgezeichnet.
Wie immer entschied auch bei den eSports-Awards 2009 wieder eine fachkundige Jury, die sich aus renommierten Spielern, Entwickler und Journalisten zusammensetzte, teilweise selbst ehemalige Gewinner oder Nominierte der Awards, über die Gewinner in den Kategorien. Verliehen wurden die Auszeichnungen auf der Gamescom in Köln.
Wie bereits schon zuvor erlebt, konnte sich auch in diesem Jahr ein Spieler in der Kategorie „eSports Player of the Year“ durchsetzen, der die Kategorie „Best Counter-Strike Player“ ebenfalls für sich entscheiden konnte: Christopher ‘GeT_RiGhT’ Alesund vom Team fnatic, das zudem in der Kategorie „eSports Team of the Year“ den eSports-Award 2009 gewann: ein Hat-Trick für den Schweden Christopher Alesund.
In der Kategorie „Best Warcraft 3 Player“ gewann der 23-jährige Holländer weiterlesen »
Bei den neu gegründeten „Playing Ducks“ handelt es sich einerseits um ein neu formiertes Counter Stike: Source-Team. Aber hinter den 7 Gamern steht ein ganzes Team, das aus Management, Designabteilung und Redaktion besteht. Ausserdem gehört dem Projekt „Playing Ducks“ auch noch ein Call of Duty 4-Clan an, der ebenfalls aus 7 Spielern besteht.
Während sich die Spieler des CS:S-Teams bereits einige Erfolge auf die Fahnen schreiben können (mehrfacher Gewinn der ESL Pro Series Alpen), handelt es sich bei den CoD 4-Gamern um viel versprechende Nachwuchsspieler, die jedoch die volle Unterstützung der Teamleitung unter Thorsten ’silberrr’ Mohr geniessen.
Die 7 Mitglieder des CSS-Teams kommen bis auf den Münchner ‘philstrr’ alle aus Österreich. Teamleader ist ‘wara’ aus Wien. Ausserdem dabei sind ‘hofes’, ‘burnie’, ‘gruppo’, ‘deoner’ sowie ‘bAd2dAy’. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wo das Team überhaupt weiterlesen »
Esport wird bei der Gamescom 2009 natürlich wieder einmal eines der Highlights sein. Vom 19. bis 23. August (!) finden in der ESL Intel ASUS gamezone diverse Veranstaltungen statt, bei denen sich nationale und internationale Spieler und Spielerteams in Disziplinen wie Counterstrike, Warcraft 3 oder FIFA 09 aneinander messen und so die Besten ermitteln werden.
Neben diesen Turnieren gibt es auf der Gamescom 2009 aber natürlich auch wieder jede Menge neuer Computerspiele zu entdecken und auszuprobieren, auch im immer grösser werdenden Feld des esport. Mit Hochspannung werden Hits wie „World of Warcraft: Wrath of the Lich King“ oder „Resident Evil 5“ erwartet, endlich können diese dann in der Free-Gaming-Area angespielt werden.
Mehr als 420 Aussteller aus 30 Ländern werden bei der Gamescom 2009 in der Koelnmesse dabei sein, und bislang ist bei den vorgestellten Games von 100 Welt-, Europa- oder Deutschlandpremieren die Rede. Für Anhänger von esports Gaming dürften vor allem Games wie weiterlesen »
Kann denn Spielen Sünde sein? Nun ja, laut unserer gewählten Volksvertreter ist es zumindest die Wurzel allen Übels, ruft Verdummung, Gewaltbereitschaft, Vereinsamung und soziale Inkompetenz hervor. Neue Gesetzesentwürfe fordern jetzt, World of Warcraft als Suchtmittel unter 18 Jahren zu verbieten.
Genaueres kann aktuell an auf Spiegel Online gelesen werden, zudem muss ich an dieser Stelle mal wieder auf eine meiner Lieblings-Websites verweisen.
Als Gamer ist man ja mittlerweile einiges gewohnt. Dass sich selbst unsere geliebten Privatsender manchmal nicht ganz einig sind, ob Spiele nun brutal, dumm oder süchtig und sozial inkompetent machen… S. oben!
Dabei hätte ich persönlich gar nichts dagegen, wenn man World of Warcraft ab 18 freigäbe, wenn auch aus den falschen Gründen! Gerade jetzt wo irgendwo im Land wieder die Sommerferien ausgebrochen sind, werden wir armen Abhängigen den ganzen Tag von irgendwelchen mitteilungsbedürftigen Kiddies genervt. Sollen die doch bitte wieder mit ihresgleichen Counter Strike spielen!
Wo wir doch ohnehin schon dabei sind, uns China in Sachen Internet, “Sicherheit” und Umgang mit neuen Medien zum Vorbild zu nehmen, können wir doch auch gleich deren Vorgehensweisen im Umgang mit oben genanntem MMORPG übernehmen. Für jeden chinesischen Spieler wird nach einer gewissen Zeit ein Ingame-Schalter aktiviert, der das Erreichen weiterer Spielerfolge unterbindet. Erst, wenn er sich über einen gesetzlich vorgeschriebenen Zeitraum nicht mehr eingeloggt hat, wird ihm erlaubt, sein Spiel für einige Stunden wieder aufzunehmen. Und wenn wir das erst übernommen haben, gründen wir gleich noch eine Zensurbehörde nach (aktuell) chinesischem Vorbild, die neue Spiel-Inhalte erstmal gründlich auf systemkritische Botschaften hin überprüft, bevor sie veröffentlicht werden.
Und nun entschuldigt mich, ich muss meine “Ängstlichkeit, Einsamkeit, geringeres Selbstwertgefühl, Überforderung, Kommunikationsstörungen und Depressionen” durch weiteren “Extremkonsum” kompensieren.
Der Streit um das IFNG geht in die nächste Runde und wird sich am kommenden Dienstag wahrscheinlich endgültig entscheiden. Diese Entscheidung wird so oder so weitreichende Konsequenzen für die gesellschaftliche Stellung des eSport und sein Verhältnis zur Politik haben.
Die Grünen schalteten sich mit einem offenen Brief ein, die gesamte Diskussion ist hier zu finden. Meiner Meinung nach demontieren sich hier diverse Parteien selbst, denn im Gegensatz zum üblichen Halbwissen und Polemik wird hier noch zusätzlich versucht, die gültigen Argumente der Spieler (bestehender Jugendschutz, Arbeit der BPJM, wissenschaftliche Forschungen, die nicht auf gesteigertes Gewaltpotential hinweisen) als nichtig darzustellen. Zitat: “Ob es tatsächlich einen Unterschied macht, ob Blut rot statt gelb ist oder virtuelle Köpfe auch explodieren können, sei dahingestellt”. weiterlesen »
Es brodelt schon lange in und um Karlsruhe. Klar, wir haben ein Wahljahr und was wäre für eine schnelle Wahlkampf-Kampagne besser geeignet, als ein Thema, das polarisiert, das aber gleichzeitig der breiten Öffentlichkeit dermaßen unbekannt ist, dass es leicht ist, hier gefährliches Halbwissen, fiktive Forschungsergebnisse und andere Unwahrheiten zu verbreiten?
Heinz Fenrich, Oberbürgermeister von Karlsruhe, gilt momentan als eine Art Freiheitskämpfer wider Willen in der Gamer-Szene. Trotz massiven Drucks seitens der Grünen und der CDU sprach sich Fenrich gegen ein Verbot des (nachgewiesenermaßen absolut rechtskonformen) ESL-Turniers aus. weiterlesen »
Die eSport Bundesliga muss derzeit den Spielbetrieb wegen eines Rechtsstreits mit der UEFA Champion’s league einstellen. Grund für den Streit ist eine einstweilige Verfügung des Frankfurter Landesgerichts, die es der ESBL untersagt, ihr Logo weiterhin zu nutzen, da dies eine zu große Ähnlichkeit mit dem Logo der UEFA-Liga besäße.
Hier das offizielle Statement eSport Bundesliga:
Auf die schockierende Meldung, dass die Stadt Nürnberg kurzfristig (dem Druck hilf- und ahnungsloser Politiker nachgebend oder einfach in vorrauseilendem Gehorsam) das heiß erwartete IFNG am 29.05 abgesagt hat, folgt nun die gute Nachricht für alleeSport-Fans: das Match wird andernorts ausgetragen.
Ich hatte ja bereits darüber berichtet, dass das vorletzte IFNG der aktuellen EPS-Saison in Nürnberg im (mir immernoch nicht klaren) Zusammenhang mit dem tragischen Amoklauf von Winnenden abgesagt wurde. Nun wurden entsprechende Gerüchte von offizieller Seite bestätigt, dass das Match kurzfristig in die niedersächische Hauptstadt Hannover verlegt wurde und schließlich doch ausgetragen werden kann.
Das hannoveranische Star Event Center wird der Austragungsort des spannenden Saison-Halbfinales sein. Genaueres zu den einzelnen Begegnungen in den Disziplinen Counter-Strike, Counter-Strike: Source und Warcraft 3 hält die Betreiber-Liga ESL allerdings noch geheim. Ursprünglich sollten folgende Gegenüberstellungen für einen spannenden eSport-Abend sorgen:
Counter-Strike:
mTw VS. TBH
Counter-Strike: Source:
HLA VS. dArk
Warcraft 3:
hoorai VS. Raptor Gaming
Ob es bei diesen Begegnungen bleiben wird, ist bislang noch unklar. Unklar ist auch, ob das zuvor angekündigte IFNG in Karlsruhe, welches wiederum den Wegfall eines weiteren Matches (IFNG Stuttgart, das aus dem selben Grund abgesetzt wurde) kompensieren soll.
Es ist eine schwere Zeit für den eSport, aber so lange es noch Städte und Betreiber gibt, die nicht heuchlerisch jede Verrücktheit der Politik mitmachen, besteht zumindest eine kleine Chance, dass unser aller Lieblingshobby bald seinen Siegeszug in die Alltagskultur fortsetzen kann.